Die traditionellen Tugenden im Zeitalter der modernen Kurzweiligkeit

Augenblicke

Hallo ihr Lieben,

ich habe nun schon lange keinen Beitrag mehr verfasst und dachte mir ich lass mal wieder etwas von mir lesen.

Die traditionellen Tugenden in Zeiten der modernen Kurzweiligkeit

Dieser Beitrag hat nichts mit neuen wissenschaftlichen Errungenschaften, dem Kapitalmarkt oder neuen Linkbuilding Strategien zu tun. Sondern mit reiner Reflektion und Selbstwahrnehmung in einer Zeit, die immer schnelllebiger und ungeduldiger wird.
Nachdem ich nun mehr und mehr miterlebe wie es momentan um unsere “alten Traditionen” steht und das Gefühl nicht loswerde, dass sie immer weiter aus unserem prall gefüllten Alltag verschwinden, wollte ich eine Lanze brechen für die Tradition und die alten Tugenden und warum ich es für äußerst wichtig erachte, dass wir sie nicht außer Acht lassen, sondern genau da wieder anknüpfen. Aus reiner Selbstliebe, aber auch Liebe unserer Mitmenschen gegenüber. Ich habe die einzelnen Tugenden, die ich beleuchten möchte thematisch eingeteilt und beginnen möchte ich mit der Geduld.
Geduld
Die einen haben sie inne, als seien sie die Ruhe selbst und die anderen könnten schon beim Gedanken an sie an die Decke gehen. Scheiden sich doch hier die Geister. Ich persönlich übe mich Tag täglich in ihr mehr oder weniger erfolgreich.
Aber was genau fordert diese Begrifflichkeit eigentlich von uns? Müßiggang? Gleichgültigkeit? Keineswegs. Schlicht die Fähigkeit zu Warten. Es geht hier um einen Lern – und Reifeprozess, den sich der Mensch über die Zeit hinweg aneignen muss. Da wir nur Prozesse verinnerlichen, die wir uns immer wieder in das Gedächtnis rufen durch stetiges Training, ist es daher unerlässlich die Geduld in verschiedensten Situationen immer wieder zu üben und sich dabei gezielt selbst zu reflektieren. Wie reagiere ich? Wann werde ich ungeduldig? Warum? Der Betriebswirtschaftler würde hier vielleicht auch einen Kosten – Nutzen Vergleich mit hinzufügen.
Da nicht jeder Mensch nun gleichermaßen reflektiert ist, ist es auch hier wichtig sein persönliches Maß zur inneren Balance zu finden.
In einer Zeit, in der man jede Information in Sekundenschnelle abrufen kann, Bestellungen binnen weniger Minuten online tätigen kann, Same – Day delivery Alltag in deutschen Haushalten ist und ich Nachrichten mittlerweile schon auf der Armbanduhr abrufen und versenden kann, ist es schwierig von einem selbst und seinen Mitmenschen zu verlangen sich auf Dinge zu besinnen und nun ja – zu warten. Wir sind es einfach gewöhnt stets alles zur Verfügung in schier unbegrenzter Ressource zu haben. Warum denn dann auch geduldig sein?

Geduld macht glücklich
Permanente unmittelbare Bedürfnisbefriedigung ist auf Dauer unbefriedigend. Hier liegt die Ironie der Sache. Die Disziplin, die an den Tag gelegt werden muss, um seine gesetzten Ziele zu erreichen, ist für viele Menschen, und da schließe ich mich nicht aus, eine große Hürde. Bedarf es doch einer verstärkten Selbstbeobachtung und Konditionierung. Die Erleichterung und der Stolz, den man jedoch bei Erreichung seiner Ziele empfindet, ist unübertroffen und macht uns glücklich. Man gibt sich schließlich dadurch selbst positives und selbst generiertes Feedback. Sozusagen „self-made Glück“ .
Friedrich Schiller: ” Die Zeit bringt Rat. Erwartet´s in Geduld. Man muss dem Augenblick auch was vertrauen.”
Daher mein Appell an alle, denen es nie schnell genug gehen kann. Einfach mal entspannt zurück lehnen und die Welt um sich herum entschleunigen.

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